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Achtung Schallplatte: „Bin there, done that“ oder: Im Autopilot am Kunden vorbei


Erfahrung ist ein asset im Interim Management. Sie ist aber auch eine Gefahr. Wer vor Kunde auf Autopilot schaltet und eine spezifische Projektsituation nur vor dem Hintergrund vergangener Management-Erfahrungen bewertet, zu wenig Fragen stellt und zu schnell in den Lösungsmodus wechselt, bevor er die oft hintergründigen Kundenbedürfnisse verstanden hat, übersieht erfolgsentscheidende Details.

Individuelle Komposition, statt alte Platten

Kunden erwarten aktive Zuhörerschaft und echtes Interesse. Organisationen sind komplexe soziale Strukturen. Die gilt es zu verstehen, um Interim Projekte treffsicher und auf den Punkt aufzusetzen. Natürlich gibt es bewährte Ansätze für bekannte Muster, Tools für die „Klassiker“ im Management-Handwerk und viele Parallelen zwischen Unternehmen und Organisationen. Und doch muss jeder Kunde individuell abgeholt werden. Jedes Interim Mandat hat einen spezifischen Kontext und braucht einen maßgeschneiderten Approach.

Gestiegene Anforderungen an Provider und Interim Manager

Interim Management und Provider, die auf jede Anfrage mit der gleichen methodischen „Schallplatte“ reagieren, werden den heutigen Marktanforderungen nicht gerecht: Transformationssituationen, Führungsbrüche oder operative Sondersituationen sind keine reproduzierbaren Aufgaben, sondern singuläre Konstellationen aus Marktlogiken, Machtstrukturen, Unternehmenskulturen und individuellen Akteuren.

Genau an diesem Punkt setzt der Ansatz der INTERIM-SHERPAS an. Statt vorgefertigter Beratungsprodukte wird jede Anfrage als offenes System verstanden, dessen relevante Variablen zu berücksichtigen sind. Im Briefing mit Kunde und Interim Manager entsteht eine maßgeschneiderter Projekt- und Umsetzungsfahrplan. Der Interim Provider agiert damit nicht als Vermittler standardisierter Ressourcen, sondern als kuratierender Architekt temporärer Führung.

Diese Vorgehensweise folgt einer klaren Logik: Qualität im Interim Management entsteht nicht durch Wiederholung, sondern durch Kontextsensitivität. Der Mehrwert liegt weniger in der Geschwindigkeit der Besetzung, sondern in der Präzision der Passung – zwischen Aufgabe, Organisation und Persönlichkeit.

Individuelle Lösungen zu komponieren ist aufwendiger als Routinen zu reproduzieren. Für Kunden jedoch bedeutet es eine signifikant höhere Wirksamkeit des Interim-Einsatzes. Nicht trotz, sondern gerade wegen des Verzichts auf die immer gleiche Beratungs-Schallplatte.

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Neue Wege gehen.
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Link zum Autor Erdwig Holste

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