Was würden Sie heute nicht neu beginnen, wenn Sie es nicht schon täten?
Kennen Sie das? Das bestehende Projektportfolio wird immer größer und viele schon ewig laufende Projekte kommen einfach nicht zum Abschluss? Willkommen auf dem Elefantenfriedhof nicht abgeschlossener Alt-Projekte.
Vor einigen Wochen erschein ein Artikel im Harvard Business manager zum Thema „So funktioniert’s mit dem Schlussmachen!“ Untertitel: „Ein einstmals vielversprechendes Projekt kommt trotz aller Mühe einfach nicht vom Fleck? Dann sollten Sie die Reißleine ziehen. Wie Ihnen das gelingt und wie Ihr Team und Ihr Unternehmen das Beste daraus machen.“
➡️ Sunk Cost Fallacy
Im Kern skizzieren die Autoren folgendes Problem: „Die meisten Führungskräfte wissen sehr genau, was zu tun ist, wenn sie ein Projekt starten. Wenn es allerdings darum geht, es wegen Misserfolgs wieder einzustellen, sind Managerinnen und Manager oft überfordert (…) Die Folge: Kapital, das an der falschen Stelle gebunden ist, eine sinkende Arbeitsmoral und eine schlechtere Performance.“
Im Interim Management stellt sich dieses Problem ebenfalls. Oft wirkt es geradezu befreiend, wenn einige Alt-Projekt geschlossen werden, bevor ein neues Projekt aufgelegt und von einem erfahrenen Interim Manager begonnen wird.
➡️ Systematische Müllabfuhr
Der Ansatz der „systematischen Müllabfuhr“ (Fredmund Malik, Peter Drucker) kann helfen, um Organisationen von veralteten Aktivitäten zu entlasten und Platz für neue Ideen und Projekte zu schaffen. In seinem Standardwerk „Führen, Leisten, Leben“ (2014) brachte es Malik auf den Punkt: „Etwas um 50 Prozent schneller oder sparsamer zu machen ist zwar ein großer Fortschritt; es ist aber noch immer zu 100 Prozent falsch, wenn es sich um etwas handelt, was man überhaupt nicht mehr tun sollte.“
Was würden Sie heute nicht mehr neu beginnen, wenn Sie es nicht schon täten.
Immer für Sie da.
INTERIM-SHERPAS. We bring you there
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▶ Link zum Autor Erdwig Holste