Die DDIM e.V. – Dachgesellschaft Deutsches Interim Management veröffentlicht mit der Marktstudie 2026 eine differenzierte Analyse des Interim Management Marktes, der sich in einem anspruchsvollen makroökonomischen Umfeld weiter professionalisiert und strukturell ausdifferenziert.
▶️ Marktumfeld 2025: Belastungsfaktoren und Stabilität
Das Jahr 2025 war geprägt von Investitionszurückhaltung, politischen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen. Gleichwohl zeigt sich die Branche resilient: Für 2026 äußern 62 % der Interim Manager vorsichtigen Optimismus. Die prognostizierte Auslastung steigt moderat von 79 % auf 81 %, das Marktvolumen wird auf rund 2,7 Mrd. Euro geschätzt. Die durchschnittlichen Tagessätze bleiben mit 1.317 Euro stabil.
Nach den zwei rückläufigen Jahren 2024-25 erreicht die deutsche Interim Branche in 2026 voraussichtlich wieder das Marktvolumen des Erfolgsjahres 2023. Parallel wächst das Angebot auf etwa 12.500 Interim Manager – ein Indikator für die Attraktivität der Interim Branche für viele Fach- und Führungskräfte.
▶️ Strukturelle Verschiebungen im Branchenspektrum
Besonders sichtbar wird der Transformationsdruck im Automotive-Sektor: Der Anteil der Mandate bei Zulieferern sinkt von 11,6 % auf 7,9 % und verliert damit seine bisherige Spitzenposition. Elektromobilität, struktureller Kostendruck und strategische Neuausrichtungen führen zu einer Verschiebung der Nachfrage in andere Transformations- und Zukunftsfelder. Interim Management folgt damit den realwirtschaftlichen Anpassungsprozessen.
▶️ Aus Provider-Perspektive bestätigt die Studie mehrere strategische Beobachtungen:
1. Qualität wird zum entscheidenden Differenzierungsfaktor
Entscheidend sind belastbare Umsetzungserfahrung, Branchenkompetenz, nachweisbarer Impact und beste Referenzen am Markt.
2. Kuratierung gewinnt an Bedeutung
Die Rolle des Providers entwickelt sich von der reinen Vermittlung hin zur qualitätssichernden Schnittstelle: professionelle Beratung im Anfragefall, präzises Matching, gutes Projektmanagement und nachhaltige Projektabschlüsse sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren.
3. Transformation bleibt der dominante Treiber
Die Verschiebungen im Automotive-Sektor verdeutlichen, dass Interim Management kein zyklisches „Bridging-the-Gap“-Ersatzinstrument ist, sondern eng mit strategischen Neuausrichtungen verknüpft bleibt. Besonders gefragt sind Führungspersönlichkeiten, die operative Exzellenz mit Transformationskompetenz verbinden.
Die DDIM-Marktstudie 2026 zeigt, der Interim Management Markt behauptet sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld.
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