Der Vorsitzende der Versammlung Ehrbarer Kaufleute zu Hamburg e.V., Jochen Spethmann, verwies unlängst mit Blick auf die neuformierte Bundesregierung in Berlin und den neuen Senat in der Hamburgischen Bürgerschaft den Ansatz von Peter Drucker und Fredmund Malik und stellte die Frage:
„Was von dem, was wir heute tun, würden wir nicht wieder anfangen, wenn wir damit nicht schon begonnen hätten?“
Spethmann verband dies mit dem Appell: „in den ersten zwei Jahren der neuen Legislaturperiode keine neuen Gesetze zu erlassen. Stattdessen sollten sich die Parlamente darauf konzentrieren, bestehende Gesetze zu streichen, zu kürzen oder zu vereinfachen.“
Ein Gedanke, der nicht nur in der Politik vollkommen zutreffend ist
Auch in vielen Organisationen ist die Anzahl nicht abgeschlossener (Zombie-)Projekte oft unüberschaubar. Viele Projekte werden über Jahre mitgezogen, obwohl die ursprüngliche Entscheidungsgrundlage für das Projekt gar nicht mehr besteht. Mitunter sind die verantwortlichen Entscheider oder Projekt-Sponsoren von einst gar nicht mehr im Haus. Oder es merkt einfach keiner, welchem unnützen Tätigkeitskatalog Mitarbeiter mit den besten Absichten nachgehen und sich mit ungeheuren Kraftanstrengungen in den letzten 5% bis zum vermeintlichen offiziellen Projektabschluss verkämpfen.
Über den Mut, alte Projekte auf dem Projektfriedhof zu beerdigen
Soziale Systeme sind von „Gewohnheiten“ und eingeübten Abläufen geprägt. Das schafft Berechenbarkeit und vermeintliche Sicherheit. Inkrementelle Verbesserungen erfolgen durch mehr Effizienz. Dabei wird zu wenig die Frage gestellt, ob es für diese Projekte überhaupt noch marktgerecht sind.
Stattdessen werden neue Projekt auf den großen Stapel dümpelnder Altprojekte gelegt und viele Führungskräfte wundern sich, dass „Projektmanagement“ der unbeliebteste Begriff im Unternehmen ist. Dieses Phänomen kennen wir auch aus dem Interim Management. Bevor ein neues Projekt startet, kann es eine reinigende, befreiende Maßnahme sein, erstmal aufzuräumen und alte Zöpfe abzuschneiden. So wird Kapazität freigesetzt, um Neues anzupacken und die Weichen auf Zukunft zu stellen.
Drucker und Malik sprechen in diesem Zusammenhang von der „systematischen Müllabfuhr.“ Im Transformations-Dreiklang von
- Neues aufbauen
- Sich vom Alten trennen und
- Übergang vom Alten zum Neuen sichern,
ist der zweite Schritt für viele Organisationen am anspruchsvollsten.
Trauerarbeit für alte, liebgewonnene Projekte
Die Methodik von Malik und Drucker empfiehlt, sich kontinuierlich von allem zu lösen, was veraltet oder überflüssig ist. Dies bedeutet, angesammelten „Ballast“ gezielt zu beseitigen – nicht willkürlich, sondern durch einen strukturierten, regelmäßigen und fortlaufenden Prozess.
Auf diese Weise wird aus einer Idee eine Methode, die dazu beiträgt, überladene Organisationen zu verschlanken, zu beschleunigen, zu beleben und zu erneuern. Ein entscheidender Schritt zu innovativeren und agileren Organisationen.
Interim Manager können hierzu eine bedeutsame Unterstützung bieten
Sie kommen von außen, schauen mit unverstelltem Blick auf eine bestehende Projektlandschaft und können ein benchmarking zu vergleichbaren Organisationen aufsetzen.
Es ist doch klar, jemand der seit vielen Jahren in einem Projektstrudel festsitzt, fällt es viel schwerer, plötzlich die Sinnfrage zu stellen und dafür die interne Glaubwürdigkeit zugesprochen zu kommen, als jemandem, der frisch, unabhängig und ohne eigene Agenda eine Bewertung vornimmt.
Als spezialisierter Interim Management Provider mit weit über 20 Jahren Erfahrung und vielen Hundert erfolgreich abgeschlossenen Interim Projekten unterstützen wir immer auch bei der Projektdefinition. Erst dann folgt die Besetzung mit einem umsetzungstarken Interim Manager (wir nennen sie INTERIM-SHERPAS), die Projektdurchführung und der Projektabschluss inklusive Übergabe.
Wie viele Projekte haben Sie schon beerdigt?
Neue Wege gehen.
INTERIM-SHERPAS. We bring you there
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