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Was beschreibt der Return on Interim Management (RoIM)?


Der Return on Interim Management (RoIM) definiert den wirtschaftlichen Mehrwert durch einen Interim Manager. Der RoIM misst die Rendite auf die Investition in eine externe Führungskraft auf Zeit, vergleichbar zum bekannten Return on Investment (ROI).


📌 Warum ist der ROIM von Bedeutung?

Viele Unternehmen stellen sich die Frage: Sind die Kosten für einen Interim Manager im Vergleich zu einer festangestellten Führungskräften eine gute Investition?

Der ROIM bietet darauf eine fundierte Antwort. Er macht die Vorteile (kurzfristiger Start, schnelle Ergebniswirksamkeit, hohes Maß an Sicherheit) und die Nachteile (Kosten, Projektrisiken, langfristige Perspektive fehlt) des Interim Management Ansatzes transparent. Ein positiver ROIM belegt, dass richtig angelegte Investitionen, kurz- wie langfristige Wertschöpfung generieren.

 
📌 Wie lässt sich der ROIM messen?

Die Messung des ROIM ist nicht trivial. Neben den Kosten für den Interim Manager (zumeist auf Tagessatzbasis kalkuliert) müssen weitere für das Projekt relevante Kosten berücksichtigt werden (Investitions- und Prozesskosten). Gleichzeitig ist der konkrete Mehrwert durch ein erfolgreiches Projekt nicht immer unmittelbar quantifizierbar bzw. zeigt sich erst mittel- bis langfristig.

Dennoch lassen sich wesentliche Faktoren quantifizieren:

➡️ Umsatzsteigerungen – beispielsweise durch neue Vertriebsstrategien, verkürzte Markteinführungszeiten oder verbesserte Kundenbindung

➡️ Direkte Kosteneinsparungen – etwa durch Prozessoptimierungen, Lieferantenverhandlungen oder gezielten Personalabbau

➡️ Zeitgewinne – durch die schnelle Übernahme kritischer Führungspositionen oder die zügige Umsetzung zentraler Projekte

➡️ Qualitätssteigerungen – verbesserte Produkte oder Dienstleistungen steigern die Kundenzufriedenheit und erhöhen den Absatz

➡️ Vermeidung von Folgekosten – etwa durch das Abwenden von Risiken wie Produktionsstillständen oder rechtlichen Auseinandersetzungen

📌 Praxisbeispiel

Ein Unternehmen beauftragt einen Interim Manager für ein komplexes Restrukturierungsprojekt für neun Monate. Es geht um die Neuausrichtung eines strukturell defizitären Geschäftsbereichs.

Kosten des Einsatzes: ca. 300.000 € (180 Beratungstage, Tagessatz 1.700 EUR)

Resultierende Mehreinnahmen und Einsparungen innerhalb eines Jahres: 2.000.000 €. RoIM-Berechnung: (2.000.000-300k)/300k = 5,7. Auf jeden investierten EUR bekommt das Unternehmen durch den Einsatz des Interim Managers knapp 6 EUR zurück.

📌 Erfolgsfaktoren für einen hohen ROIM

➡️ Klare Zieldefinition – Je präziser die Aufgaben und Erwartungen formuliert werden, desto besser lässt sich der Erfolg messen

➡️ Onboarding und Projektstart – Die Wirkung entfaltet sich nur dann vollständig, wenn der Interim Manager zeitnah Akzeptanz erfährt und ein positives Momentum für das Projekt geschaffen wird

➡️ Kontinuierliches Controlling – Regelmäßige Erfolgsmessung erlaubt Anpassungen und erhöht die Effektivität

➡️ Nachhaltige Übergabe – Frühzeitig die Überführung des Projektes ins Tagesgeschäft inklusive Nachfolge organisieren

📌 Fazit

Der Return on Interim Management verdeutlicht: Interim Management ist keine bloße Kostenposition, sondern eine strategische Investition in einen attraktiven Business Case. Richtig eingesetzt profitieren Unternehmen von der Flexibilität, Expertise und kurz- wie langfristigen Wirkung eines erfahrenen Interim Managers.

 

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Link zum Autor Erdwig Holste

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